Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Leitartikel

Not getting up: Laziness and Resistance

Rachel Warriner

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There is a story my partner tells about his late father’s attempts to grow his hair long as part of his sartorial experiments of the 1970s. Returning from South Africa, and in his late teens, he had allowed his short trim to grow just below his ears; from the story I’ve heard it was barely long enough to count as bohemian but enough to incite his mother’s deep disgust and outrage. Not getting up: Laziness and Resistance

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Wissenschaftlicher Beitrag

„kein Bruder des Sports und kein Bruder der Arbeit“: Das Catchen der 1950er-Jahre im Kontext von Jugendschutzdebatten

Tilman Kasten

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Aus der pädagogischen Provinz auf die Catcher-Matte

Im kleinen Städtchen Freudenthal ist die Welt noch in Ordnung. Studienrat Dr. Seidel   – verkörpert von Heinz Rühmann – hat die jugendlichen Gymnasiasten fest im Griff; und noch mehr: er lehrt sie, sich einzuordnen und auf diese Weise zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden. So bringt er etwa die auf dem Pausenhof herumtobenden Schüler dazu, zu einer (aus dem Off erklingenden) Volksliedmelodie im Kreis um ihn herumzumarschieren. „kein Bruder des Sports und kein Bruder der Arbeit“: Das Catchen der 1950er-Jahre im Kontext von Jugendschutzdebatten

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Interview

Gender und die Kunst der Muße

Doris Ingrisch im Gespräch mit Marion Mangelsdorf

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Marion Mangelsdorf:

Muße, – zuallererst ruft das Wort Assoziationen in mir wach, die männlich geprägt und mit Privilegen verbunden sind, die nicht jedermensch Sache sind. Mir kommen Abbildungen in den Sinn, auf denen ich ein Genius inmitten seiner Studierstube vor Bücherbergen sitzen sehe, lesend, schreibend und sinnierend. Oder ich sehe Gelehrte durch ehrwürdige Hallen wandeln. – Welche Assoziationen kreisen in Deinem Kopf, wenn Du das Wort ,Muße‘ hörst? Gender und die Kunst der Muße

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

Love and Leisure: At Discomfort with Modernity in the films of Satyajit Ray

Farha Noor

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Picture a setting, lavishly furnished with colonial settees, sofas and chest of drawers. Picture the large drawing room, adorned with oriental wallpaper, framed female portraits from Europe, elaborate lamps and chandeliers. Picture a decked up Bengali woman in a saree, designer blouse, hair accessories and heavy jewellery, loitering around this drawing room – this most odd, most sophisticated, unnatural image, poetically synthesised is representative of one of the most researched, written and debated subjects of South Asian Studies today – the relationship of native women to their colonial context – the position of a figure in contestation with a hybrid space that is at the same time deemed as the other, and the aspired, as distant and yet desirable. Love and Leisure: At Discomfort with Modernity in the films of Satyajit Ray

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

„In achtzig Tagen aus dem Bett“ – Stefanie Sargnagels Buch „Fitness“

Inga Wilke

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Eine Rezension über eines von Stefanie Sargnagels Büchern muss zwangsläufig fragen: Wer ist eigentlich diese Person, die sich da selbst so unverblümt und direkt, manche sagen „schön“, „größenwahnsinnig“ und „überheblich“, als faule, ständig rauchende und trinkende Frau präsentiert, die im Wiener Gemeindebau wohnt und sich neben dem Dauerkunststudium mit einem Job im Callcenter über Wasser hält? „In achtzig Tagen aus dem Bett“ – Stefanie Sargnagels Buch „Fitness“

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

Zeit für Stille (In Pursuit of Silence, Patrick Chen, 2016)

Sibylle Roth

„Zeit für Stille“, im Original „In Pursuit of Silence“, ist ein Film über das schönste und wichtigste Geräusch, das wir zu hören in der Lage sind – die Stille. Zwei Jahre lang arbeitete Patrick Chen an seinem Dokumentarfilm, der 2015 in die internationalen und 2017 in die deutschen Kinos kam. Das Ergebnis sind 81 Minuten voller beeindruckender und wunderschöner Szenen aus Belgien, China, Deutschland, England, Japan, Taiwan und den USA, die uns einen Einblick geben, welche Auswirkungen Geräusche und ihr Gegenteil (so die Aussage des Films), also Stille, auf uns haben und welche Möglichkeiten es geben könnte, Momente der Stille im Alltag zu integrieren. Der Beginn des Films ist voller Kontraste und zeigt so deutlich seine Kernbotschaft: Wir brauchen die Stille in unserem geräuschvollen Alltagsleben. Zu sehen und hören sind ein Baum im Kornfelder, eine verlassene Tankstelle bei Nacht, das Rauschen des Windes, Autos, die den Highway entlang rauschen, jemanden…

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Mußeorte

Café und Schloss Cobenzl Wien. Luftschlösser bauen mit Blick über die Stadt

Magdalena Augustin

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Die Hausberge Wiens sind seit jeher ein beliebter Ausflugsort für die BewohnerInnen der zweitgrößten Stadt im deutschsprachigen Raum. Vor allem am Wochenende pilgern viele StädterInnen in den hügeligen Wienerwald um zu wandern, den Ausblick zu genießen und frische Luft zu schnappen. Seit Juni 2017 gibt es nun eine Reihe weiterer Anreize um einen dieser Hausberge zu besuchen. Der Reisenberg, umgangssprachlich Cobenzl genannt, wurde durch ein Zwischennutzungsprojekt bereichert, das über vielfältige Aktivitäten junges Publikum anlockt und den Mauern des „Café und Schloss Cobenzl“ neues Leben einhaucht.

Die dabei zur Verfügung stehende Fläche bietet ausgiebig Raum für die Entstehung von Ideen und auch deren Umsetzung. Genau deshalb ist auch der Name der gemeinschaftlich organisierten Nutzung so passend: Projekt Luftschloss Wien. Der großzügige Garten und die vielen Terrassen, das historisierende Hauptgebäude, der gemütliche Café-Pavillon und schließlich die unzähligen Lager- und Arbeitsräumlichkeiten laden dazu ein, sich kreativ zu betätigen oder abzuschalten, fernab der Hektik des Stadtzentrums. Café und Schloss Cobenzl Wien. Luftschlösser bauen mit Blick über die Stadt

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Leitartikel

Masse, Musik und der Kao-Kult: eine Konzertnacht in Freetown

Michael Stasik

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Im August 2009 kam ich für eine siebenmonatige Feldforschung nach Freetown, in die Hauptstadt Sierra Leones. Thema meiner Forschung war die gesellschaftliche Bedeutung populärer Musik, insbesondere in Hinblick auf den Musikkonsum der Jugend. Einen strapaziös großen Teil meiner Forschungszeit verbrachte ich damit, mir zusammen mit Jugendlichen der Stadt die Nacht um die Ohren zu schlagen und von Tanzbar zu Diskothek und weiter zu versteckten Tanzkabuffs zu pilgern. Masse, Musik und der Kao-Kult: eine Konzertnacht in Freetown

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Wissenschaftlicher Beitrag

Wir brauchen den Exzess!

Andreas Kirchner

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„The road of excess leads to the palace of wisdom.“ – William Blake schrieb diese Worte um das Jahr 1789 herum. Mit seinem Denken, das sich durch eine Inversion üblicher Wertvorstellungen auszeichnete, erntete er unter seinen Zeitgenossen vor allem Kopfschütteln und sogar Entsetzen. Wie kann gerade der Exzess als Schlüssel zur Weisheit und Erkenntnis gedacht werden? Wir brauchen den Exzess!

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Interview

Drogen und Rausch in der Literatur

Pia Masurczak im Gespräch mit Hermann Herlinghaus

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Pia Masurczak: Sie beschäftigen sich seit einigen Jahren mit dem Verhältnis von Literatur und Rauscherfahrungen und dem gesellschaftlich-kulturellen Kontext von Drogenschmuggel bis -konsum. Wie fanden Sie Zugang zu dieser Thematik? Drogen und Rausch in der Literatur

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Rezension

Verschwendung. Veblens „Theorie der feinen Leute“

Martin Büdel

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Gerade, als Sie beginnen wollen diesen Text zu lesen, schleicht sich bei Ihnen ein mulmiges Gefühl ein. Ein Gedanke setzt sich fest, der Gedanke, in eben diesem Augenblick Ihre Zeit zu vergeuden. Eigentlich haben Sie selbst noch jede Menge zu tun, eine wichtige Deadline steht kurz bevor, Sie müssten das eigentlich noch schnell fertigstellen und naja, über Ihre sozialen Netzwerke haben Sie eben mitbekommen, dass es eine neue Ausgabe von Muße. Ein Magazin gibt und Sie wollten nur mal eben schnell. Jetzt hängen Sie fest. Verschwendung. Veblens „Theorie der feinen Leute“

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Rezension

Flaneuse: Women Walk the City in Paris, New York, Tokyo, Venice and London

Kerstin Fest

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Lauren Elkins Buch ist zu einem gewissen Grade das, was im Englischen ein memoir genannt wird – eine autobiographische Erzählung, die auf einen bestimmten Lebensabschnitt der Autorin fokussiert. In diesem Fall ist es Elkins Studienzeit an der Sorbonne. Die Stärke des Buches liegt darin, dass es sich nicht bloß auf Elkins subjektives Erzählen beschränken lässt, sondern überdies auch kultur- und kunstgeschichtliche Erzählstränge geschickt mit der Lebensabschnittsgeschichte der Autorin verwebt werden. Flaneuse: Women Walk the City in Paris, New York, Tokyo, Venice and London

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Rezension

Jim Jarmuschs Paterson (2016) – Dichter der eigenen Angelegenheiten

Heidi Liedke

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Rezension

Exzessiv passiv. Ein Wiedersehen mit The Big Lebowski

Yvonne Robel

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„Alle sagen, ich bin ein fauler Sack… und sie haben Recht.“ Mit diesem Satz bewarb das deutsche Filmplakat 1998 den damals frisch in die Kinos gekommenen Film The Big Lebowski (Ethan & Joel Coen). In den USA war die Krimikomödie zunächst nicht der Kassenschlager, den die Macher sich erhofft hatten. Erst verzögert erlangte sie den Kultstatus, den sie inzwischen innehat. Erschließt sich der Film eventuell auf besondere Weise erst durch ein Wieder- und Wiedersehen? Exzessiv passiv. Ein Wiedersehen mit The Big Lebowski

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Werkstattbericht

Muoza. Auf der Suche nach der Muße

Verena Schneider

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»Der erste Blick aufs Meer, Pflanzen selbst ziehen, picknicken, Geschenke einpacken, Tage ohne To-Do-Listen, auf dem Surfbrett die Wellen spüren, besondere Momente geniessen ohne Fotos zu machen, Trampolin springen, der Duft von warmen Piniennadeln, Reisen planen, tanzen, sich in persönlicher Recherche treiben lassen, ausmisten, im Schlafsack liegen und die Zeltdecke betrachten, Schallplatten hören, neue Rezepte ausprobieren, an Regentagen tagsüber ins Kino gehen, Blumenduft, Füße im Sand verbuddeln, mit lieben Menschen den ganzen Tag frühstücken, sich mit Musik auf den Ohren bräunen, DIY Projekte, barfuß im Gras laufen, Postkarten schreiben, über Baustellen spazieren, Omas Wollsocken tragen, mit dem Hund durch die Felder ziehen, Abendessen auf der Terrasse, Kuchen backen, an frischer Wäsche riechen, Menschen beobachten, belegte Brote schmieren, nach einer Party nachts nach Hause laufen, mit Freunden schweigen, neue unwichtige Fähigkeiten erlernen, Fußnägel schneiden, eiskalt duschen, in der Natur sein, das Gurren der Tauben am Morgen, sich mit Musik und Prosecco alleine zum Ausgehen fertig machen, Rücken malen, durch fremde Straßen flanieren, in der Hängematte liegen, in einem Buch verschwinden, sinnlosen Quatsch im Baumarkt kaufen, ins Feuer schauen, Tagebuch schreiben, in der Abenddämmerung Auto fahren und Musik hören, Muscheln und Steine sammeln, im Freien schlafen, sich frisch geduscht in den Bademantel kuscheln, Wolken beobachten, im Café zeichnen, eine innige Umarmung, meinen Kleiderschrank sortieren, Sex, nachts Bilder aufhängen, sinnieren, der Geruch von Regen auf warmem Asphalt …«[4] Muoza. Auf der Suche nach der Muße

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Miszelle

Muße im Manga? Jiro Taniguchi gelang das schier Unmögliche.

Anna Karina Sennefelder

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Miszelle

In Excess: Mary Wollstonecraft and the Sublime Feminine Subject

Kate Peters

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20. March 2017

Romanticism, transcendent reaction to Enlightenment rationalism, might be understood as a discourse of excess in both senses of the word: abundance and surplus. While both definitions concern themselves with a boundary line—a set of constraints, whether permitted, prescribed, or desired—the difference between them is ultimately one of perspective and valuation. In the sense of abundance, excess is experienced as a wealth within the bounded space, a feeling of having too much of something for a particular set of constraints. In Excess: Mary Wollstonecraft and the Sublime Feminine Subject

Posted in: Ausgabe 1 / 2017
Glossar

Dandy

Julia Bertschik

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Wer oder was ist ein Dandy? Der englische Begriff existiert seit ca. 1710 und bezeichnet einen Modenarren, Gecken, Stutzer, Gigerl, Beau, Fashionable oder überhaupt junge Leute, die in auffälliger Bekleidung Kirche oder Jahrmarkt besuchen. Woher der Begriff ‚Dandy‘ stammt, ist unklar. So findet er seit ca. 1780 als Koseform von Andrew an der schottisch-englischen Grenze Verwendung oder meint als „Jack-a-dandy“ den Günstling einer Frau in Irland. Mit dem bekannten Lied „Yankee Doodle“ machten sich die englischen Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) über die Yankees, ihre amerikanischen Gegner, lustig („He stuck a feather in his hat / And called it macaroni. / Yankee Doodle, keep it up, / Yankee Doodle Dandy“). Dandy

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Glossar

Arbeit

Jochen Gimmel

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Insbesondere der Arbeit wird oft zugeschrieben, dem Leben Sinn verleihen zu können. Sie wird vor anderen Tätigkeiten als eine sinnvolle oder sogar sinnstiftende angesehen. Arbeitslosigkeit wird dagegen meist als ein Übel betrachtet, das ein gesellschaftliches Stigma bedeutet und dem die Gefahr seelischer Verwahrlosung innewohnt – eines berüchtigten Zersetzungsprozesses, der vermeintlich mit der Dauerberieselung durch Privatfernsehen und ganztägigem Bierkonsum einhergeht. Arbeit

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Wissenschaftlicher Beitrag

Bruckner on iPod. Immersion als populäre und historische Muße-Form der Musik

Anne Holzmüller

Posted in: Ausgabe 2 / 2016

Arbeit, Alltag und der Umgang mit Zeit

Werkstattbericht

Martin Büdel

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Etwas mehr als sechs Monate lang hatte ich den Alltag von Catherine, Alain und ihren vier Kindern geteilt. Im Sommer 2014 saßen wir bei einem letzten gemeinsamen Essen zusammen, bevor ich für einige Zeit nach Freiburg zurückkehren würde. Ihr Familienbetrieb ist auf die Aufzucht von Rindern spezialisiert, wie auch viele der anderen Landwirtschaftsbetriebe hier im Norden des Département Cantal im französischen Zentralmassiv. Arbeit, Alltag und der Umgang mit Zeit

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Miszellen

‚Kein Schreiben ohne Muße?!‘

Merle Ueding

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Diese Frage diskutierten die Autorinnen Annette Pehnt (Freiburg), Marie T. Martin (Köln) und der ebenfalls aus Freiburg kommende Autor Myron Hurna am 10. November 2015 im Freiburger Café artjamming. Das Gespräch wurde von den SFB-Mitarbeiterinnen Rebekka Becker, Susanne Bernhardt, Bianca Blum und Heidi Liedke moderiert, die die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg organisiert hatten. ‚Kein Schreiben ohne Muße?!‘

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Interview

Schreiben als Arbeit in Muße

Susanne Bernhardt und Bianca Blum im Gespräch mit Annette Pehnt

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Annette Pehnt ist Schriftstellerin und Dozentin und lebt in Freiburg/Br. Ihr jüngster Roman, Briefe an Charley (erschienen im September 2015 beim Piper Verlag), ist zwischen Muße und Müdigkeit entstanden, wie sie im folgenden Interview erläutert. Schreiben als Arbeit in Muße

Posted in: Ausgabe 2 / 2016

Muße im Senegal

Interview mit dem Erzähler und Schriftsteller Zoumba

Thomas Klinkert und Anna Karina Sennefelder

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Das Interview mit Zoumba (alias Pape Samba Sow) wurde im Januar 2015 in Freiburg geführt. Zoumba, der in Saint-Louis im Senegal lebt, ist professioneller Geschichtenerzähler und Schriftsteller. Er ist Begründer und Vorsitzender des Vereins COCON (Les Compagnons-Conteurs du NORD: Sénégal). An der Universität Saint-Louis bietet er regelmäßig Seminare zum mündlichen Erzählen an. Muße im Senegal

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Rezension

Josef Pieper – Muße und Kult.

Michael Vollstädt

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Das erstmalig 1948 veröffentlichte Büchlein „Muße und Kult“ von Josef Pieper kann ohne Übertreibung als ein Klassiker des 20. Jahrhunderts zum Thema Muße bezeichnet werden. Dies belegen bereits die zahlreichen Auflagen des Werkes, zuletzt die Neuauflage von 2007, die ein umfangreiches Vorwort des langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Karl Lehmann enthält, der neben einer Würdigung der Schrift auch die Umstände der Entstehung sowie die Einordnung dieses Opusculum innerhalb des Gesamtwerk Piepers darlegt. Josef Pieper – Muße und Kult.

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Rezension

Tierisch gute Muße

Bertrand Russells In Praise of Idleness, illustriert von Bradley Trevor Greive.

Tobias Keiling

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Bertrand Russells Essay „In Praise of Idleness“ ist ein moderner Klassiker einer Philosophie der Muße. Den scharfen Geist und die Aktualität dieses Textes hat der australische Cartoonist Greive neu entdeckt und eine Ausgabe illustriert. Tierisch gute Muße

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Rezension

Keynes: Economic Possibilities for our Grandchildren

Alexander Lenger

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Im Jahr 1928, während der ‚Großen Depression‘, hielt der wohl wichtigste Ökonom des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, einen kurzen aber bemerkenswerten Vortrag, der 1930 in erweiterter und aktualisierter Form unter dem Titel Economic Possibilities for Our Grandchildren (Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder, deutsche Übersetzung von Norbert Reuter) veröffentlicht wurde.

Entgegen des damals allgemein herrschenden Pessimismus Keynes: Economic Possibilities for our Grandchildren

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Rezension

Von der Berechenbarkeit der Muße: George Orwells ‚Books v. Cigarettes‘.

Heidi Liedke

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Wie oft hört man nicht die Klage oder zumindest Feststellung, dass Freizeit und Muße etwas sind, das sich nicht jeder leisten kann. Natürlich – und leider – ist diese Aussage auch im 21. Jahrhundert nach wie vor zutreffend. Dabei muss es nicht nur um teure Mitgliedschaften in Sportvereinen oder Fitnessstudios gehen, auch (und je nach Frequenz vor allem) Kino- und Kneipenbesuche kosten: die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. Manchem Hobby haftet aber zu unrecht der Ruf an, zu teuer zu sein. 1946 ging der Schriftsteller Von der Berechenbarkeit der Muße: George Orwells ‚Books v. Cigarettes‘.

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Muße-Orte

Annäherung an einen Mußeort.

Die Feldkapelle Bruder-Klaus von Peter Zumthor

Hans W. Hubert

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Niemand würde jenen nichtssagenden Ort zwischen Butterblumen, Klee und einem Kornfeldrain oberhalb der Ortschaft Mechernich-Wachendorf, am Nordrand der Eifel, aufsuchen, wäre er nicht durch ein sonderbar auffälliges Gebäude markiert, welches dort 2005 bis 2007 nach Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor errichtet wurde.[1] Seitdem hat sich diese Stelle zu einem regelrechten Pilgerort entwickelt. Annäherung an einen Mußeort.

Posted in: Ausgabe 2 / 2016
Miszellen

DIY – Das Faultier zum Selbermachen

Bianca Blum

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Für die kreativen Leserinnen und Leser gibt es an dieser Stelle ein paar Links mit Anleitungen für Faultiere. Ganz gleich ob Jung oder Alt, als Geschenk oder für sich selbst – ein Faultier DIY – Das Faultier zum Selbermachen

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Leitartikel

Die Anrufungen des müßigen Selbst

Roman Kiefer

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Wissenschaftlicher Beitrag

Formen der Muße zwischen Faulheit und Fest

Christoph Henning

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Muße scheint, folgt man dem neu auflebenden Diskurs darüber, ein sicherer Weg zum Glück zu sein. Aber so einfach ist es nicht – schon allein deswegen, weil es verschiedene Formen des Glücks wie der Muße gibt Formen der Muße zwischen Faulheit und Fest

Posted in: Ausgabe 1 / 2016

Kann Mode müßig sein?

Anna Karina Sennefelder im Gespräch mit Lisa Sänger

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Auch in der Welt der hochbezahlten Models und Designer ist ein gewisses Gut zum puren Luxus geworden: Zeit. Deshalb hat sich Lisa Sänger nach einem Modedesign-Studium an der UdK Berlin in ihrer Abschlusskollektion Kann Mode müßig sein?

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Glossar

Luxus mit Friedrich Liechtenstein

Heidi Liedke

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Wenn jemand ein Würstchen statt einer Zigarre zwischen den Fingern halten und dabei elegant aussehen, oder in einer Badewanne in H-Milch liegend sehr, sehr entspannt aussehen kann, dann ist das Luxus mit Friedrich Liechtenstein

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Miszellen

Faule Frauen

Anna Sennefelder und Pia Masurczak

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„Wir haben genug vom Diktat der Verwertbarkeit. Frauen müssen Karriere machen. Frauen müssen Kinder kriegen. Frauen müssen eine gute Figur machen. Darauf scheißen wir und hängen lieber ab!“ Faule Frauen

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Mußeort

Liegenbleiben!

Miriam Nandi

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Rezension

Arbeit und Kritik. Versuche alternativer Lebenspraktiken im Neoliberalismus

Pia Masurczak

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Rezension

Lana del Rey: Der fahrige Narco Swing einer faulen Frau

Heidi Liedke

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Miszelle

Strickclubs und der Luxus des Selbermachens

Bianca Blum

Posted in: Ausgabe 1 / 2016

Zwischen Luxus und Notwendigkeit

Cecilia Colloseus, Miriam Halstein, Julia Elena Weiss

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„Der Nächste, bitte!“ – Hektik herrscht in den Wartezimmern, auf den Krankenhausstationen, in den Operationssälen. Längst ist der medizinische Alltag nicht mehr nur durch das Wohl der PatientInnen bestimmt Zwischen Luxus und Notwendigkeit

Posted in: Ausgabe 1 / 2016
Miszelle

„Andere Leute gehen Joggen“

Heidi Liedke

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Ein Samstagnachmittag im Freiburger Café Schmidt: fast alle Tische auf beiden Etagen sind besetzt, es ist ziemlich laut. Aber einige Gäste lassen sich auf eine Pause von der Pause ein „Andere Leute gehen Joggen“

Posted in: Ausgabe 1 / 2016

Muße-Orte

Bianca Blum, Jakob Willis, Pia Masurczak, Heidi Liedke, Kerstin Fest, Simon Sahner

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Leitartikel

Arbeitergärten in Großbritannien: Mühe oder Muße?

Margaret Willes

Posted in: Ausgabe 2 / 2015

In Pursuit of Leisure

Ein Interview über Muße und Freizeit in der Kunst

Kerstin Fest im Gespräch mit Stephanie Hough

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Wissenschaftlicher Beitrag

Nichttun, Nichtstun, Unterlassen

Schattenseiten des Handelns im Theater

Barbara Gronau

Posted in: Ausgabe 2 / 2015

Idling in London

Zwischen Muße und Kommerz

Heidi Liedke und Henrike Manuwald

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Tagungsbericht

Eine Einstellung zur Arbeit

Filmprojekt, Ausstellung und Konferenz im Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Martin Büdel, Pia Masurczak und Moritz Klenk

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Rezension

Nichtstun: Verhandlungsort des Gesellschaftlichen?

Ehn/Löfgren: Nichtstun. Eine Kulturanalyse des Ereignislosen und Flüchtigen.

Bianca Blum und Agatha Frischmuth

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Rezension

Ida und Wanda – Und es wurde still

Heidi Liedke

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Rezension

Von Nichtsnutzen und Nichtnutzern

Judith Holofernes – Nichtsnutz (Ein leichtes Schwert, Four Music, 2014)

Rebekka Becker

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Glossar

Müßiggang

Robert Krause

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„Müßiggang“ meint eine spezifische, individuelle oder kollektive Praxis im Umgang mit Zeit und Tätigkeit Müßiggang

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Miszelle

Ich bin raus! Erstmal.

Wie die Werbung alte Aussteiger-Ideen neu kodiert

Anna Karina Sennefelder

Posted in: Ausgabe 2 / 2015
Miszelle

„Jack, du hast mein Faultier korrumpiert!“

Gedanken über einen unwahrscheinlichen Helden des Seeromans

Lena Moser

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Leitartikel

„Nicht nur Menschen, sondern auch viel Zeit muß gegenwärtig totgeschlagen werden.“

Alina Enzensberger

Posted in: Ausgabe 1 / 2015

Schreibaschram

Über einen Ort der Muße für Pausengestörte und Schreibkurbedürftige

Anna Karina Sennefelder im Gespräch mit Ingrid Scherübl

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Ingrid Scherübl kennt die typischen Probleme von DoktorandInnen. Sie war selbst wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste (UdK) Berlin und hat ein eigenes Promotionsprojekt, das auf Schreibaschram

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Wissenschaftlicher Beitrag

Muße als Forschungsgegenstand

Günter Figal

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Mußeorte

Café Zifferblatt

Zahlen für die Zeit und nicht für den Kaffee

Bianca Blum

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Moskau ist wie viele Großstädte eine hektische und ungemütliche Stadt, in der auf bis zu zehnspurigen Straßen jeder jeden zu überholen versucht Café Zifferblatt

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Tagungsbericht

Bestimmte Leere, Freiheit

Tagung - Raumzeitlichkeit der Muße

Anna Hirsch

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Rezension

Der Klang der ‚primitiven‘ Muße

Deichkind - Arbeit nervt

Heidi Liedke

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Rezension

Pleasure Gardens

David Coke/Alan Borg - Vauxhall Gardens: A History

Kerstin Fest

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Rezension

Stillesüchtig

Matti Bauer - Still

Pia Florence Masurczak

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Ein Sommer auf einer bayerischen Alm und dann auch noch in Schwarz-Weiß gefilmt – Matti Bauers Dokumentarfilm Still steigt gleich mit ganz großen Klischees ein. Stillesüchtig

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Rezension

Mehr arbeiten

Carmen Losmann - Work Hard Play Hard 

Martin Büdel

Posted in: Ausgabe 1 / 2015
Glossar

Muße

Tobias Keiling


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Definitionsversuche des Begriffs ‚Muße‘ sind eher selten. Das mag mit der Schwierigkeit zusammenhängen, ein komplexes Phänomen wie das der Muße allgemeingültig zu beschreiben. Muße