Leitartikel

Die Anrufungen des müßigen Selbst

Roman Kiefer

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„Mit eines der schlimmsten Übel am modernen Kapitalismus liegt darin, dass er zu viel Arbeit produziert und zu wenig Muße […].“(Skidelsky/ Skidelsky 2013: 274f.)

Der Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky und sein Sohn Edward, seinerseits Professor für praktische Philosophie, haben 2013 mit ihrem Buch Wieviel ist genug? an den vermeintlichen Menschheitstraum eines Lebens in Muße erinnert. (Skidelsky/ Skidelsky 2013: 65) Die Wirtschaftsleistung in den Industrienationen, so die Autoren, würde allen in ihnen lebenden Menschen ein Dasein ermöglichen, in dem nicht der größte Teil der wachen Zeit von Arbeit verschlungen würde. An dieser Stelle soll es weniger um die ökonomische Analyse des Buches gehen, sondern um die darin enthaltenen Illustrationen eines Lebens voller Muße. Die Autoren sind sich mit John Maynard Keynes, an den sie anknüpfen, einig darüber, dass, neben einer notwendigen Reduktion der Arbeitszeit, eine weitere Voraussetzung für die Realisierung dieses Traums besteht: das Leben in Muße will erlernt sein. (Skidelsky/ Skidelsky 2013: 32f.) Die Menschen können nicht einfach ihrer Freizeit überlassen werden. Die gelangweilte Hausfrau scheint ihnen ebenso wenig erstrebenswert wie die überarbeitete Managerin mit Doppelbelastung. Diesem Gedanken folgend ließe sich argumentieren, dass es für die Einzelnen nie zuvor so viele Möglichkeiten gab, sich auf ein Leben in Muße vorzubereiten. Wir können heute – zugegebenermaßen die nötigen monetären Mittel vorausgesetzt – auf ein reichhaltiges Angebot an Workshops, Ratgebern, Manuals, Coachings und Camps zurückgreifen, in denen Muße, oder genauer eine Lebenshaltung der Muße, vermittelt werden soll. Das soll nicht bedeuten, dass es beispielsweise im Europa des späten Mittelalters nicht auch Möglichkeiten gab sich in einer mußevollen Lebenshaltung zu üben, jedoch erscheinen die Angebote des frühen 21. Jahrhunderts allein schon durch ihre Marktförmigkeit universeller zugänglich. So ist der Menschheitstraum eines Lebens in Muße nicht nur durch den Stand der Produktivkräfte greifbarer geworden, auch das Ausmaß der Angebote für den individuellen Lernprozess scheint heute größer denn je.

Der appellierende Charakter dieses Phänomens lässt sich mit der Denkfigur der Anrufung oder Interpellation näher betrachten. Hiermit beschreibt der Philosoph Louis Althusser, und an ihn anknüpfend u.a. die PhilosophInnen Judith Butler und Slavoj Žižek sowie der Freiburger Kultursoziologe Ulrich Bröckling, einen spezifischen Moment von Subjektivierung. Althusser versteht das zum Subjekt gewordene Individuum als einen Effekt gesellschaftlicher Verhältnisse. Er greift zur Verdeutlichung auf eine alltägliche Szene zurück: Ein Polizist ruft auf der Straße einem Mann hinterher, dieser fühlt sich angesprochen und dreht sich schuldbewusst um. (Althusser 2010: 87) Althusser betont die besondere Bedeutung, die dem Umdrehen des Passanten zukommt: „[d]urch diese einfache physische Wendung um 180 Grad wird [das angerufene Individuum] zum Subjekt.“ (Althusser 2010: 88) Hieran anschließend lassen sich Teile des Wieviel ist genug? als Anrufung eines müßigen Subjekts beziehungsweise Selbst verstehen. Diese findet sich jedoch nicht nur bei den Skidelskys wieder, sondern sie reicht von „Zeitlupenkursen“ im bayrischen Lenzwald, bei denen alle Tätigkeiten extrem verlangsamt werden, über das „Pfad.Finder-Stipendium“ der privaten Universität Witten/Herdecke, mit dem junge Menschen ein Jahr lang ein Projekt verfolgen können, bis zum „Reisen statt Fliegen“ des auf Bahnreisen spezialisierten Reisebüros „Gleisnost“ in Freiburg; Sie findet sich wieder in Sag alles ab!, einer Sammlung von hauptsächlich politischen Flugschriften verschiedener AutorInnen gesammelt unter dem Namen „Haus Bartleby“, oder bei der Slow Food-Bewegung.

Die Attraktivität des müßigen Selbst, ebenso wie die damit verbundenen Erwartungshaltungen lassen sich zumindest zum Teil auch durch eine gewisse Nähe zu gesellschaftlichen Diskursen um Kreativität verstehen. Die Verknüpfung der beiden Begriffe scheint klar: Muße wird als eine basale Voraussetzung von Kreativität aufgefasst. Letztere wiederum umweht die Vorstellung eines Allheilmittels. So schreibt Ulrich Bröckling: „Der Begriff Kreativität weckt uneingeschränkt positive Assoziationen; umgekehrt gibt es kaum ein Übel, das nicht auf Kreativitätsdefizite zurückzuführen und nicht durch vermehrte kreative Anstrengungen zu kurieren sein soll. Was auch immer das Problem ist, Kreativität verspricht die Lösung.“ (Bröckling 2007: 152) Dabei wird Muße als Voraussetzung von Kreativität gesetzt und soll somit helfen, die theologischen Mucken des Kreativitätsbegriffs in den Griff zu bekommen: „Ihre religiösen Wurzeln wird die Kreativität auch als säkularisierte menschliche Fähigkeit nicht los: Man kann zwar Bedingungen formulieren, die für das Entstehen von Neuem günstiger oder ungünstiger sind, man kann seine Emergenz analytisch in immer kleinere Schritte zerlegen, man kann beschreiben, was dabei im Gehirn geschieht, – es bleibt ein letztlich nicht erklärbarer „Sprung“, theologisch gesprochen: ein Wunder.“ (Bröckling 2004: 235) Ebendies versucht der Mußebegriff einzufangen. Muße verspricht die Leiden des Arbeitskraftunternehmers (Voss/ Weiß 2013) zu bewältigen, „die Seuchen dieses Jahrhunderts, wie Verschleiß, Stress, Aggression und Depression“ (Marburger 2002: 13) zu besiegen und das erschöpfte Selbst (Ehrenberg 2004: 278) doch noch mit sich selbst zu versöhnen.

Innerhalb der Anrufung des müßigen Selbst kommt dem Sabbatjahr beziehungsweise Sabbatical eine besondere Rolle zu. Darüber mag man sich, wie der Soziologe Hans Bertram auf der Tagung des SFB 1015 zu „Muße und Gesellschaft“ im Oktober 2015, kurzerhand hinwegsetzen und das Sabbatical als bloße Kosmetik abtun, den Erwartungen, die mit ihm verbunden sind, wird man damit allerdings kaum gerecht. Einerseits knüpft das Sabbatical an die Hoffnungen der Flexibilisierung des Arbeitslebens aus den 1980er und 1990er Jahren an, schließlich bezeichnet der Begriff in der Regel eine Form von Teilzeitarbeit. Das Sabbatical ist dann vor allem „Ausdruck einer arbeitspolitischen Tendenz zur Schaffung von flexiblen Arbeitszeitmodellen“ (Abeltshauser 2007: 103). Es gibt verschiedene Regelungen, die es Arbeitnehmern ermöglichen sollen durch das Anhäufen von Überstunden oder einen teilweisen Lohnverzicht längere Auszeiten von in der Regel drei bis zwölf Monaten zu nehmen. Andererseits steht es schon begrifflich in einer theologischen Kontinuität und referenziert religiöse Vorstellungen eines Gleichgewichts des Lebens an, die in den modernen Vorstellungen einer Work-Life-Balance säkularisiert wurden. Und schließlich verspricht allein schon der im Vergleich zu den üblichen Urlaubszeiten oder dem Wochenende längere Zeitraum für die Vorstellung, dass wir vielleicht doch einmal zeigen können, was wir alles könnten, „wenn wir dürften, wie wir wollten.“ (Dries 2015: 56) Darum stehen in diesem Aufsatz insbesondere solche Dokumente im Mittelpunkt die thematisch um das Sabbatical kreisen. Dabei geht es nicht um einen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr soll an dieser Stelle explorativ den normativen Fluchtpunkten dieser speziellen Anrufungen des müßigen Selbst nachgespürt werden. Betrachtet man die verwendeten Mußebegriffe näher, so stellt man schnell fest, dass hier recht unterschiedliche Akzentuierungen kursieren. Jedoch werden die Unterschiede an dieser Stelle zurückgestellt, um das Muster der Anrufung deutlich herauszuarbeiten. Die folgende Betrachtung fokussiert sich auf Ratgeberliteratur, da die normativen Fluchtlinien hier am offensichtlichsten sind. Bei der berücksichtigen Ratgeberliteratur handelt es sich nicht um eine homogene Menge. Die Auswahl der untersuchten Schriften zielt darauf ab, möglichst unterschiedliche Ansätze innerhalb dieses Genres zu berücksichtigen. So konzentriert sich die Analyse auf fünf verschiedene Ratgeber, die entweder die Zeit des Sabbaticals in den Fokus stellen (Drohme 2014a) oder, auf sehr unterschiedliche Art und Weise, den Weg dorthin zu begleiten versuchen (Hess 2002; Marburger 2002; Pohl 2004). Des Weiteren wurden mit den Büchern von Ulrich Schnabel und Alexander von Schönburg zwei Werke berücksichtigt, die sich jeweils einem breiteren Rahmen widmen, in dem das Sabbatical eher als Aspekt dieses Größeren auftaucht.

Das besondere Augenmerk soll an dieser Stelle auf die Anforderungen an das müßige Selbst und die mit ihm verbundenen Mechanismen der Abgrenzung gerichtet sein. Die Frage lautet also: Was wird vom müßigen Selbst erwartet und wo zeigen sich Abgrenzung zu anderen Figuren? In der Analyse zeigen sich vier zentrale Stränge der Anrufung, die sich in den folgenden Polarisierungen rekonstruieren lassen: 1. Zwischen Pionier und Trend, 2. Zwischen Selbstzweck und Nutzenkalkül, 3. Zwischen „im Moment“ und „up to date“ und 4. zwischen Urlaub und Reise.

Zwischen Pionier und im Trend

Eine Figur, die in der Anrufung des müßigen Selbst immer wieder auftaucht, ist die des Pioniers, der Grenzen überschreitet, Widerstände – innere wie äußere – überwindet und Neuland entdeckt; der zwar allein vorrückt, aber dem die Menschen dann anschließend folgen (Pohl 2004: 14, 29, 122). Bei Ulrich Schnabel etwa ist es vor allem der innere Widerstand, den es zu überwinden gilt: „Und häufig ist es gar nicht die (angenommene) Verbohrtheit unserer Chefs, sondern vielmehr unsere eigene fehlende Phantasie und unser mangelnder Mut, die eine Änderung unseres Arbeitsverhältnisses im Weg stehen.“ (Schnabel 2010: 248) So ist Schnabel zufolge die zentrale Lektion: „Lernen Sie, Nein zu sagen. Diese Fähigkeit ist Ihre wichtigste Waffe im Kampf um mehr Muße.“ (Schnabel 2010: 240) Auch für Barbara Hess ist für das müßige Selbst der Mut das zentrale Alleinstellungsmerkmal: „Die wenigsten allerdings setzen ihre Wünsche in die Tat um. […] [E]s fehlt allein der Mut.“ (Hess 2002: 33) Die Kontrastierung ist eindeutig. Auf der einen Seite steht die Masse derer, die gerne würden, aber sich nicht trauen, auf der anderen Seite steht das triumphierende Selbst, das sich dank seiner Willensstärke Zeiten der Muße erstreitet.

Das müßige Selbst scheint ein Pionier der Verweigerung, der Askese zu sein. Das meint vor allem eine soziale Askese. Es soll eine klare Kosten-Nutzen-Kalkulation erstellen und die „Zeitfresser und Ablenkungen“ von sich weisen, die unglücklichen FreundInnen aus den digitalen wie analogen Telefonbüchern verbannen und sich auf die zufriedeneren Menschen in seiner Umgebung konzentrieren (Schnabel 2010: 242ff.). Pionieren darf es nicht mangeln an Härte gegen sich selbst und andere, sonst scheitert das Unternehmen. Dabei zeigt sich, dass die Figur auch als Abgrenzung gegen den Verdacht des Scheiterns funktioniert, der mit einem zeitweisen Berufsausstieg verbunden wird. Das müßige Selbst ist nicht der „Versager“ mit Burn-out-Syndrom, sondern der „Schrittmacher“ (Marburger 2002: 13), der sich nicht frustrieren lässt, erst recht nicht von den Anderen. Einen weiteren Aspekt, der den Kontrast von müßigem Selbst und der Masse untermalt, ist die Inszenierung jenseits einer vermeintlichen Mainstream-Vernunft: Im Winter nach Venedig, Urlaub auf Madagaskar, in Las Vegas sein Geld verspielen – und alle haben vorher gesagt, man solle das nicht tun!

Das alleinstehende, triumphierende Selbst steht allerdings im Gegensatz zur wachsenden Popularität von Sabbaticals: „Diese Form des Ausstiegs auf Zeit ist eindeutig im Kommen, obgleich sich noch lange nicht alle Interessenten trauen, ihren Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen.“ (Pohl 2004: 78) Ebenso häufig wie die Figur des Pioniers in den Anrufungen des müßigen Selbst ist die Versicherung der LeserInnen durch die AutorInnen, mit solchen Ansprüchen nicht der/ die Einzige zu sein. Egal, ob nun der Bezugsrahmen nur Europa oder eben gleich die Welt ist, man kann sich sicher sein, dass man nicht allein ist mit den eigenen Wünschen: „Europaweit haben sich Menschen in Gruppen zusammengeschlossen, um zu beweisen, dass es einen Gegenentwurf zu Stress und Zeitnot gibt.“ (Pohl 2004: 47) Bei der Betonung der Popularität ist nicht nur die Versicherung, nicht alleine zu sein, zentral, sondern ebenso das Versprechen, im Trend zu liegen. Hier taucht eine weitere Paradoxie auf, denn die Anderen sind nicht nur diejenigen, die einem nachfolgen und dann mit entsprechender Bewunderung aufwarten, man ist gleichzeitig auf die Anderen auch noch angewiesen: „Wer dort [im Unternehmen] der Hetze und dem Drang zur steten Beschleunigung entkommen will, schafft das in den seltensten Fällen alleine.“ (Schnabel 2010: 244) Um die so zentralen Verbündeten zu gewinnen gibt es nur einen Weg: „Wichtig ist, dass sich die anderen durch ihre Begeisterung anstecken lassen.“ (Hess 2002: 117) Man soll also lernen, die Anderen zurückzuweisen, sie hinter sich lassen, gleichzeitig ist man auf sie dabei immer angewiesen und muss sich dementsprechend verhalten. Ein müßiges Selbst ist man, wenn man alle hinter sich lässt, zurückweist und dabei auf alle Rücksicht nimmt und sie auch noch mit seinen Erfahrungen und Erlebnissen begeistert.

Zwischen Nutzenkalkül und Verschwendung

Die hier betrachtete Ratgeberliteratur ist, was wenig überrascht, überwiegend im Duktus der Selbstoptimierung verfasst. Die Kompetenzen, die sie vermitteln wollen, beruhen primär auf einer Rationalisierung des Lebens. Dabei werden beispielsweise Stärken-Schwächen-Analysen aus der Unternehmensführung auf die alltägliche Lebensführung übertragen. Die Schlagrichtung der Literatur zielt darauf ab, das Leben als Projekt zu betrachten, folglich lautet die Erklärung zum Sabbatical denn auch: „In jedem Fall steht immer derselbe Gedanke dahinter: Sich aus dem beruflichen Alltag für eine bestimmte Zeit – in der Regel zwischen drei und zwölf Monaten – zu verabschieden, um neuen Aufgaben, Projekten oder Zielen nachzugehen.“ (Hess 2002: 19)

Um das Sabbatical als durchrationalisiertes Projekt verwirklichen zu können, braucht es einen klaren Zielpunkt. Folgerichtig heißt es dann auch: „Bestimmen Sie eindeutig den Zweck Ihrer Auszeit.“ (Marburger 2002: 109) Schließlich soll der Nutzen der Auszeit ja ein optimaler sein, auch wenn man dafür „alleine unterwegs“ (Hess 2002: 87) sein oder nur eben in eine Stadt ziehen muss, von der die FreundInnen weit genug entfernt sind, damit man sich wirklich auf das Projekt konzentrieren kann. „Je mehr das Umfeld im Kontrast zu daheim steht, je krasser sich die Reise- und Lebensweise ändert, desto größer wird der persönliche Gewinn.“ (Hess 2002: 27) Es ist die Ausnahmesituation, die den größten persönlichen Profit verspricht; dafür, so das Nutzenkalkül, sind eben auch die schmerzlichen Begleitbedingungen zu akzeptieren.

Die Selbstoptimierung, die noch aus dem Sabbatical den größten Profit ziehen soll, steht in Kontrast zu einem Teil der Anrufung des müßigen Selbst, die sich durch eine Affirmation der Verschwendung auszeichnet. In der Auszeit soll doch endlich mal in den Tag hinein gelebt werden, sich dem entspannten Tagesrhythmus dieser oder jener fremden Kultur angepasst werden, irgendwo zwischen Dolce Vita und Hakuna Matata. Schließlich soll die Zeit genutzt werden um „Zeit zu verprassen“ (Hess 2002: 157). Das Sabbatical soll gerade die Möglichkeit bieten, die eigenen Entscheidungen und Handlungen gerade nicht von Anderen oder Anderem abhängig zu machen und hieraus soll sich dann aber wieder in einer Art Salto der Gewinn ergeben. Das Nutzenkalkül soll zum Nutzlosen führen und anschließend den größten Nutzen bringen. Diese Widersprüchlichkeit setzt sich fort.

Zwischen „im Moment“ und „up to date“

„Die schönste Zeit ihres Lebens“ ist eine Formulierung, die häufig im Zusammenhang mit dem Sabbatical verwendet wird; dies soll die Auszeit ganz explizit sein. Die schönste Zeit unseres Lebens: Endlich mal mit allen Sinnen genießen; die Spontanität, die der Alltag einem immer verwehrt, an den Tag legen. Den Paradiesvogel, der im Inneren des eigenen Selbst schon so lange schlummert, endlich fliegen lassen und sich dabei nicht um die Zukunft sorgen, sondern den lange gehegten Träumen nachgehen oder durch Fokussierung der Rolle als Mutter oder Vater, Tochter oder Sohn endlich mal gerecht werden. Eben „Keine Staus! Keine Hektik! Keine Kompromisse!“, wie es schon die Werbung der norddeutschen Biermarke Jever verspricht. Eins ist dabei klar: das Sabbatical läuft mit vollem Einsatz im Hier und Jetzt ab. Hier gibt es keine zweite Chance, seinen Lebenstraum verwirklicht man nur ein einziges Mal.

Allerdings weist die Anrufung des müßigen Selbst auch im Bezug darauf noch eine andere Seite auf. Die Auszeit soll auch zur Korrektur des Alltags dienen. Das Sabbatical soll eine neue Perspektive auf das eigene Berufsleben ermöglichen, vielleicht kann man ja noch ein Praktikum einschieben oder schon die eigene Selbständigkeit vorbereiten, auf jeden Fall mal Bilanz ziehen und sich fragen, ob man wirklich diesen oder jenen Beruf ausüben möchte. Oder zumindest soll man mit „vollem Akku“ zurück in den Job und dann noch die KollegInnen/ KonkurrentInnen ausstechen, indem man motivierter und gesünder, kreativer und selbstbewusster ist: „Das Gefühl, nach der Auszeit seine Arbeit besser zu machen, da man motivierter und engagierter ist und mit klarerem Kopf an die Dinge herangeht, war bei allen Sabbaticalern der Fall.“ (Hess 2002: 173)

Damit jedoch eine solche Auszeit auch wirklich gelingt, muss eben auch der Wiedereinstieg funktionieren. Es gilt nicht nur den Einstieg in den Ausstieg, sondern auch den Ausstieg aus dem Ausstieg zu planen und zu vollführen. Darum sollte man „regelmäßig Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten halten und auch inhaltlich halbwegs auf dem Laufenden bleiben“, sich auch gerade „die wichtigen »inoffiziellen« Informationen“ besorgen und selbstverständlich dafür sorgen, dass man „für den Notfall irgendwie erreichbar“ ist (Pohl 2004: 131). Was also als Auszeit firmiert, scheint eher ein Bereitschaftsdienst der totalen Mobilisierung zu sein, während dem man „in der Badehose mit Blick auf den Atlantik“ (Marburger 2002: 110) mal noch eben sich um die Verwandten und GeschäftspartnerInnen zu Hause kümmern soll. Dabei sollten in die Entscheidung zum Sabbatical schon die Verwandten und FreundInnen ebenso wie der Partner oder die Partnerin miteingebunden und berücksichtigt werden. Sie sind genauso zu überzeugen wie die Vorgesetzten.

Schließlich ist es wichtig, „sich innerlich rechtzeitig auf das Ende der Auszeit einzustellen“ (Hess 2002: 163) und den neuen Job schon in Angriff zu nehmen, Freunde und Familie ausreichend wieder an sich zu binden – am besten man organisiert erst mal eine Party für alle und schließlich „[t]ricksen Sie die Fremdheit zum Partner ein wenig aus, indem Sie mit ihm oder ihr noch vor Ende des Sabbaticals ein paar Tage verreisen.“ (Pohl 2004: 139) Und letztlich sollte sich auch noch eine zumindest kleine Krise anschließen, denn wer zurückkehrt und nicht zumindest leicht depressiv ist, „hat die freie Zeit wahrscheinlich nicht mit allen Sinnen genossen“ (Pohl 2004: 138).

Die Anrufungen des müßigen Selbst sind dabei verschwistert mit einer Affirmation des Verzichts. Als exemplarisch für den asketischen Moment der Anrufung des müßigen Selbst kann Alexander von Schönburgs Die Kunst des stilvollen Verarmens gelesen werden. Kaum eine Beschreibung des Sabbaticals kreist nicht um den Kern eines Weniger, der sich in einer Begeisterung für das einfache Leben bis zur Idealisierung von Armut steigern kann. (Drouve 2014: 78ff.) So beschreibt eine Studentin etwa das sri-lankische Kinderheim, in dem sie während ihres Sabbaticals arbeitet folgendermaßen: „Eine Einrichtung, in der strahlende Kinderaugen und ein dankbares Lächeln noch mehr wert sind als ein Smartphone.“ (Fischer 2014: 177) Das Smartphone steht hier einerseits stellvertretend für einen Lebensstandard, wie sie ihn die Autorin aus Deutschland kennt, und andererseits für einen vermeintlichen Werteverlust, der in dem Vergleich implizit konstatiert wird. Der angedeutete Verzicht auf das Smartphone geht also einher mit einem vermeintlich reicheren Leben – reicher an strahlenden Kinderaugen und dankbarem Lächeln. Das müßige Selbst soll eben die bunten Ablenkungen der informationstechnologischen Revolution an ihren Platz verweisen. Hier ist die Anrufung des müßigen Selbst anschlussfähig an Narrationen der Nachhaltigkeit und den Post-Wachstumsdiskurs. Treffend interpretiert Bröckling dies als Bemühen, „das Unternehmen Ich & Co. durch rechtzeitiges Downsizing krisentauglich zu machen.“ (Bröckling 2007: 295f.) So soll beispielsweise der Blouberg Beach in Kapstadt zur Mönchszelle und zur globalisierten Schaltzentrale des müßigen Selbst gleichzeitig werden.

Die Darstellungen zeigen verschiedene Handlungsmaximen. Die widerläufigen Anforderungen, einerseits mit vollen Sinnen die schönste Zeit seines Lebens zu verbringen und andererseits sich doch von aller hedonistischen Überfrachtung frei zu machen, gleichzeitig im Moment zu leben und seine Zukunft neu zu planen, müssen überfordern. Eine Paradoxie die hier nicht mehr näher ausgeführt werden kann, aber doch benannt sein soll, besteht grundsätzlich zwischen dem Motiv der Selbstverwirklichung und der Form der Anleitung im Format der Ratgeberliteratur. Es sind dann eben doch „erprobte Wege“ (Dohme 2014a) die zum wahren Selbst führen sollen. Die folgende Stelle aus „Aussteigen! Kreative Denkpausen und Auszeiten planen“ verdeutlicht recht gut, welcher Anstrengung es bedarf, diesen Widerspruch zu kitten: „Die kreative Denkpause soll letztlich Ihren Spaß am Leben neu definieren, denn Spaß am Leben ist die entscheidende Voraussetzung für beruflichen Erfolg ebenso wie für den erfolgreichen Wiedereinstieg.“ (Marburger 2002: 8) Stattdessen ist ein anderer Punkt, der die Funktion des Sabbaticals von einer anderen Seite betrachtet, noch auszuführen: Die Anrufung des müßigen Selbst funktioniert auch über verschiedene Abgrenzungsmechanismen.

Urlaub oder Reisen

Die Darstellungen zum Sabbatical folgen einer Semantik der Distinktion, die zumindest zum Teil mit dem Gegensatz von Urlaub und Reisen arbeitet: „Wenn andere Leute eine Auszeit brauchen, legen sie sich ein paar Wochen an den Strand oder buchen eine Wellness-Kur. Für mich ist das nichts.“ (Müller 2014: 178) Die zentrale Distinktionsfigur ist der Tourist. So heißt es beispielsweise bei einer Autorin zur Entscheidung für ihr Sabbatical: „Ich wollte meinen Traum leben und dabei etwas Sinnvolles tun – nicht einem neuen Tourismustrend aufsitzen, der sich Tierschutz oder Entwicklungshilfe aufs Tapet schreibt und gutgläubige Europäer mit vollen Börsen und schlechtem Wohlstandsgewissen als Volontäre in Dritte-Welt-Länder lockt.“ (Müller 2014: 179) Wenn vom Touristen im Singular gesprochen wird, dann nur, um noch deutlicher zu machen, dass es sich um einen Typus handelt; die Analogie vom „Eintagestouristen“ (Migge 2014: 69) rückt diesen nicht zufällig ins Tierische. Die Massen, die „links liegen gelassen“ (Karl 2014a: 55) werden, lassen keine Individualität mehr erkennen, sie fällen keine Entscheidungen mehr, sondern folgen lediglich einem „Programm“, das sie „als Sightseing-Tourist[en] unter Besichtungsdruck durch Attraktionen“ (Karl 2014b: 82) rauschen lässt.

Wichtiger Distinktionsfaktor für die Nicht-Touristen sind die „Einheimischen“ bzw. „Eingeborenen“ – die bisweilen immer noch in die Tradition zur Darstellung des „edlen Wilden“ gestellt werden – und das Verhältnis zu ihnen. Im Gegensatz zum Touristen pflegt man selbst ein freundschaftliches, nicht über Geld vermitteltes Verhältnis zu ihnen. Und wenn dann doch mal eine „gestresste und eilige Gruppe(n) von Eintagestouristen“ (Migge 2014: 69) vorüberkommt, verständigt man sich via Augenzwinkern, mit diesen nichts gemeinsam zu haben. So verraten die freundschaftlich verbundenen Eingeborenen dann auch, dass dies oder jenes nur für die dummen TouristInnen sei. Exemplarisch hierfür lässt sich die folgende Situation verstehen: „Angst machte mir nur die Schrotflinte, die Dan über der Schulter trug und mit der er mir vor der Nase rumwedelte, wenn ich hinter ihm ging. Darauf angesprochen, ob er sie zur Verteidigung anwenden würde, zeigte er mit den leeren Lauf: »Ist nur für die Touristen, die sollen sich doch sicher fühlen«. »Und was bin ich?«, fragte ich. »Hoffentlich schnell genug!«, feixte er und stapfte weiter.“ (Dohme 2014b: 46)

1Eine Funktion des Touristen erschließt sich auf den ersten Blick. Es ist nicht schwer ihn als Distinktionsfigur einer bildungsnahen gegenüber einer bildungsferneren Schicht zu verstehen. Es ist der Pauschaltourist, dem eben die kulturelle Kompetenz abgesprochen und daraus folgend eine fehlende Sensibilität gegenüber dem Fremden attestiert wird, während man selbst – dank der eigenen Bildung und der mit ihr einhergehenden Sensibilität – ein freundschaftliches Verhältnis zu den „Eingeborenen“ pflegt. Auf den zweiten Blick beinhalten die meisten dieser Beschreibungen aber auch eine vielleicht noch schwerer wiegende Abgrenzung gegenüber den ökonomisch besser gestellten, den „gutgläubige[n] Europäer[n] mit vollen Börsen und schlechtem Wohlstandsgewissen“. Diese schließt sich an das starke Motiv der Askese an, das bereits beschrieben wurde, und impliziert häufig eine Abgrenzung nach oben, wie sie im folgenden Zitat zu finden ist: „Menschen, die sich halbwegs gesittet benehmen können, findet man nur noch in der Economy-Class. Zwar kann man dort die wenigsten im altmodischen Sinn als »elegant« bezeichnen, doch zumindest sind sie nicht so vulgär wie die Passagiere im vorderen Teil des Flugzeugs.“ (Schönburg 2011: 221)

Während der Jetset sich seine Auszeiten nehmen kann, wann und wo er will, muss das müßige Selbst diese erkämpfen. Die Mittel für das Sabbatical müssen in der Regel dem eigenen Geldbeutel erst abgetrotzt werden. (Müller 2014: 180) Und die guten Momente während dieser Zeit selbst werden dann insbesondere als Belohnung für die zuvor erlittenen, aber durchgestandenen, Strapazen dargestellt. Bei Sätzen wie: „Atemberaubende Landschaften und die schönen, wilden Campingplätze belohnen mich am Abend für die Strapazen des Tages.“ (Meinhardt 2014: 146) drängt sich die Vorstellung auf, dass die Anstrengungen ein Notwendiges sind, um die folgende Belohnung genießen zu können. Für die These, dass es sich hierbei auch um Distinktion gegenüber denjenigen handelt, die vermeintlich ihre Lebensgrundlage nicht mehr (auf dem Arbeitsmarkt) erstreiten müssen, spricht der bereits beschriebene Distinktionsfaktor der „Freundschaft zu den Eingeborenen“. Diese wird in den Darstellungen regelmäßig über ein Mithelfen, Mitanpacken beziehungsweise Mitarbeiten hergestellt. Das geht einher mit einem besonderen Einblick, der den Touristen eben verstellt bleibt. In der Arbeit findet also die Gemeinmachung statt von denen, die ihren Lebensunterhalt (auf dem Arbeitsmarkt oder in direktem Ringen mit der Natur) durch Arbeit erwirtschaften. Das müßige Selbst muss durch die Erfahrung des Leidens hindurch, zumindest für drei Monate, um zum Glück der Muße vorzustoßen.

Leben in Muße

Zweifelsohne muss konstatiert werden, dass auch die enorme Steigerung der Produktivkraft, die mit der informationstechnologischen Revolution einherging, den Menschen bis heute nicht ein Leben in Muße ermöglicht hat. Die vorherigen Eindrücke aus der Ratgeberliteratur zusammenfassend muss aber ebenso festgehalten werden: Verfolgt man die normativen Fluchtlinien, die der Anrufung des müßigen Selbst zu eigen sind, so fallen die widersprüchlichen Richtungen auf. Die hier nur angedeutete Fülle an Material und die äußerst begrenzte Auswahl an berücksichtigen Quellen lassen die Frage anschließen, wie sich die normativen Fluchtlinien außerhalb der Ratgeberliteratur fortsetzen. Zunächst gilt jedoch auch für sie wie für die hier beschriebenen Paradoxa: sie „lassen sich nicht auflösen, deshalb prozessieren sie als Probleme. Was sich als logische Unmöglichkeit darstellt, bleibt eine praktische Aufgabe.“ (Bröckling 2007: 21) Das müßige Selbst soll ein asketischer Verschwender, ein empathischer Optimierer, ein teamfähiger Einzelgänger und der Sieger im totalen Konkurrenzkampf sein. Wie Menschen mit dieser Aufgabe umgehen, welche Kapitalien wie zum Einsatz kommen, das könnte eine Soziologie der (außer-)alltäglichen Lebensführung beantworten, die sich an dem Begriff der scholastischen Disposition, wie ihn Pierre Bourdieu in seinen Arbeiten entworfen hat und wie er bisher von der Forschung weitestgehend unberücksichtigt geblieben ist, abarbeitet.

An dieser Stelle bleibt zu bemerken: Die Antwort von Herman Melvilles Bartleby zum Sabbatical wäre, folgt man den hier nachvollzogenen Fluchtpunkten, recht eindeutig – „I would prefer not to“. Allerdings braucht es nicht die Ruhmesformel der literarischen Figur, so bekennt Barbara Hess recht offenherzig: „Wer also seine Ruhe haben möchte […] sollte sich auf jeden Fall gegen eine Auszeit entscheiden.“ (Hess 2002: 179) Das Sabbatical mag als Kosmetik abgetan werden, aber mit Sicherheit ist bei diesem Produkt mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Literaturverzeichnis

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Pohl, Elke (2004): Auszeit ohne Risiko. Ein Ratgeber für Teilzeit, Sabbatical und mehr Freizeit. Wien: Linde Internat.
Skidelsky, Robert Jacob Alexander; Skidelsky, Edward (2013): Wie viel ist genug? Vom Wachstum zu einer Ökonomie des guten Lebens. München: A. Kunstmann.
Voss, G. Günter; Weiss, Cornelia (2013): Burnout und Depression – Leiterkrankungen des subjektivierten Kapitalismus oder: Woran leidet der Arbeitskraftunternehmer? In: Sighard Neckel und Greta Wagner (Hg.): Leistung und Erschöpfung. Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft. Berlin: Suhrkamp, S. 29–57.

Headerfoto: Slavoj Žižek, © Monika Saulich

Empfohlene Zitierweise:


Roman Kiefer: Die Anrufungen des müßigen Selbst,
In: Muße. Ein Magazin, 2. Jhg. 2016, Heft 1, S. 1-11.
DOI: 10.6094/musse-magazin/1.2016.1
URL: http://mussemagazin.de/?p=1342
Datum des Zugriffs: 14.11.2018

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