Editorial

Ausgabe #2

Unsere neue Ausgabe ist da. Mit dem Oberthema „Nichtstun und Müßiggang“ wollen wir die vielleicht weniger augenscheinlichen Aspekte von Muße beleuchten. In unserem Leitartikel beschäftigt sich die Gartenhistorikerin Margaret Willes mit den Gärten der englischen Arbeiterklasse und zeigt auf, dass diese nicht nur einen praktischen Nutzen hatten, sondern auch für ihre BesitzerInnen ein Quell der Freude und ein Ort der Ästhetik waren.

Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau (UdK Berlin) widmet sich im wissenschaftlichen Beitrag verschiedenen Formen des Nicht(s)tuns auf der Bühne und zeigt deren politisches Potential auf. Außerdem bespricht sie die Funktion der Askese und des Innehaltens im Werk von KünstlerInnen wie Marina Abramović. Sie stellt so heraus, dass Nichtstun im Schauspiel keinesfalls Untätigkeit sondern eine ständige Arbeit am Künstler selbst ist und ebenfalls dem Publikum Arbeit abverlangt.

Andere Artikel in dieser Ausgabe beschäftigen sich u.a. mit Installationskunst, gehen dem Konflikt zwischen Kommerz und Muße am Beispiel der Idler Academy nach und entdecken Müßiggangs in der deutschen Popmusik.

Eine neue Rubrik, die Miszellen, setzen einen eklektischen Schlussakkord. Wer hat sich nicht schon immer gefragt, ob Faultiere nicht auch in der Seefahrt zum Einsatz kommen? Oder was Werbespots mit Selbstverwirklichung zu tun haben? Finden Sie es heraus!

Kerstin Fest und Heidi Liedke
(Herausgeberinnen der 2. Ausgabe)

– Für das Redaktionsteam –
Bianca Blum
Tobias Keiling
Pia Masurczak
Anna Sennefelder

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