Tagungsbericht

Eine Einstellung zur Arbeit

Filmprojekt, Ausstellung und Konferenz im Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Martin Büdel, Pia Masurczak und Moritz Klenk

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Das Projekt Eine Einstellung zur Arbeit1 der FilmemacherInnen Antje Ehmann und Harun Farocki verband auf vielfältige Weise ganz unterschiedliche Annäherungen an die Frage nach dem, was Wesen und Form der Arbeit in globaler Perspektive ausmacht und wie die teilweise fließenden Übergänge zwischen Arbeit und anderen Tätigkeitsbereichen oder –modi wie Spiel, Freizeit und auch Muße beschrieben werden können. Ausgangspunkt bildeten Videoclips junger FilmemacherInnen aus 15 Städten wie Buenos Aires, Johannesburg, Moskau, Genf und Berlin, die diese mit Ehmann und Farocki in gemeinsamen Workshops erarbeitet hatten. Die kurzen Filme waren einzig mit den zwei Vorgaben2 gedreht worden, nicht länger als ein bis zwei Minuten zu sein und ein einziges Take zu verwenden. Sie überließen daher auch die Definition dessen, was Arbeit überhaupt ist, den einzelnen RegisseurInnen. Mit der Konferenz als Auftaktveranstaltung wurden sie in einer Auswahl in der Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt vom 26. Februar bis 6. April 2015 präsentiert. Auf einer Art Ton-Bild-Insel mit Leinwand und Beamer waren je fünf Clips aus einer Stadt zu sehen – eine Frau in einer Näherei in Johannesburg, die kaugummikauend und singend mit schnellen und geschickten Händen die Nähte einer Hose prüfte, ErntearbeiterInnen neben einer Autobahn, aber auch eine Gruppe Fotomodelle, die am Flussufer für die Fotografin posieren – und während der Ton die jeweilige Einstellung von einem festen Punkt unter den Projektoren aus begleitete, strömten gleichzeitig die Bilder anderer Leinwände, die in dem Halbrund des Raumes in verschiedene Richtungen ausgerichtet waren, auf den/die BetrachterIn ein.3

Als Fixpunkt für die Videoarbeiten und die Gedanken und Debatten über Arbeit bei der Konferenz vom 26. bis 28. Februar 2015, diente Arbeiter verlassen die Fabrik der Brüder Lumière, eines der frühen Dokumente der Filmgeschichte, das auch in den Filmen Harun Farockis einen wichtigen Bezug findet. Harun Farocki, der seit den 1970er Jahren auf immer neuen Wegen nach Möglichkeiten filmisch-denkender Auseinandersetzung mit Themen wie Arbeit, Alltag, Herrschaft und zuletzt auch Überwachung gesucht hatte, war im Juli 2014 verstorben. So war das Projekt Eine Einstellung zur Arbeit eine seiner letzten Arbeiten und der erste Tag der Konferenz neben dem Bezug auf die Videoarbeiten der Ausstellung besonders der Erinnerung und Reflexion seines Werkes und seiner Person gewidmet. Unter dem mutig formulierten Anspruch „Mit Farocki denken“ stellten WegbegleiterInnen Farockis, wie Diederich Diederichsen (Akademie der Bildenden Künste, Wien), Klaus Wyborny (Filmemacher, Hamburg) oder die Londoner Künstlerin Anjalika Sagar eigene Überlegungen und Bezugnahmen auf seine Arbeit vor. Der zweite Tag der Konferenz sollte das Projekt Eine Einstellung zur Arbeit von Ehmann und Farocki wissenschaftlich aufbereiten und soziologische, philosophische, gesellschaftstheoretische und kultur- und filmwissenschaftliche Ansätze zur Verortung der im Projekt gesammelten Arbeitsformen bieten. Mit einem Vortrag des Filmwissenschaftlers Thomas Elsaesser wurde am ersten Abend auch die Ausstellung in den benachbarten Räumen eröffnet.4

Elsaesser benannte schon in der Keynote wesentliche Bezüge in den Filmen Farockis zum Thema Arbeit, was auch am Folgetag immer wieder aufgegriffen wurde. Dabei warf er einen besonderen Blick auf Parallelen in Filmen Farockis und den Videos aus Eine Einstellung zur Arbeit, zum Beispiel auf die Rolle des Körpers in ganz unterschiedlichen Arbeitssituationen und dessen filmische Bearbeitung: Das Zusammenspiel von Hand und Auge, aber auch Mensch und Maschine, das Verschwimmen von Grenzen zwischen Arbeit und „Untätigkeit “ruhender Körper bei der Überwachung von Bildschirmen oder auch zwischen Arbeit und Freizeit oder Spiel, wie dies in einem der Videoclips5 aus Tel Aviv deutlich wird: Sportler und Putzer scheinen dort beinahe synchron für einen kurzen Moment dieselben Bewegungen auszuführen. Die ähnlich wirkenden Körperbewegungen markieren aber völlig unterschiedliche Tätigkeiten und unterstreichen noch dazu die jeweilige Position der Personen im sozialen Gefüge. „Die Unsichtbarkeit der Arbeit und die Arbeit an der Unsichtbarkeit“, so der programmatische Titel von Elsaessers Vortrag, bilde einen gewissen Rahmen in Farockis Werk, was auch in diesem letzten Projekt zur Geltung gekommen sei. Hatte Farocki seit den 1970er Jahren noch versucht, unter den Voraussetzungen einer hoch arbeitsteiligen Gesellschaft oft versteckte Prozesse und Formen von Arbeit sichtbar zu machen, so sei es in den letzten Jahren seines Lebens die Thematisierung von „neuen Unsichtbarkeiten“, so Elsaesser, die wesentlich unseren Alltag bestimmen würden: Der Hochfrequenzhandel an den Finanzmärkten, aber auch Regierungshandeln, Wandel in der Kriegsführung bspw. mit Drohnen und Fragen nach Praktiken der Überwachung.6

Hingabe/Genauigkeit/Berufung

Wie lässt sich aber nun Arbeit beschreiben, welche Formen nimmt sie an und welche Zusammenhänge zwischen Arbeit und Menschsein ergeben sich eben aus der Form, aber auch dem Wert und der Wahrnehmung von Arbeit? Der zweite Teil der Konferenz versuchte, Fragen der Definition, aber auch der Diskursivierung des scheinbar so eindeutigen Begriffs in der Struktur der vier Panels aufzugreifen: „Hände/Werkzeug/Gesten“, „Kreis/Rhythmus/Ritual“, „Hingabe/Genauigkeit/Berufung“ und „Inwertsetzung“ waren die Titel der einzelnen Sektionen. Inwiefern hier bereits Beobachtungen zweier verschiedener Ordnungen aufeinander trafen – Fokussierung der konkreten Tätigkeit einerseits unter den Rubriken „Hände/Werkzeuge/Gesten“ und „Kreis/Rhythmus/Ritual“, Überlegungen zu sekundären Zuschreibungen andererseits im Sinne der Überschriften „Hingabe/Genauigkeit/Berufung“ und „Inwertsetzung“ – wurde allerdings kaum thematisiert. Vielmehr blieb es Aufgabe der einzelnen Vorträge beziehungsweise Vortragenden, den Gesamtzusammenhang der Tagung miteinzubeziehen. Besonders gut gelang dies unter anderem der Philosophin Rahel Jaeggi (HU Berlin) mit ihren Überlegungen zu gelingender Arbeit. Die Diagnose „entfremdete Arbeit“ müsse, so Jaeggi, neu gedacht werden: Statt sich an einem Handwerker- oder Künstlerideal zu orientieren, wie dies in der philosophischen Tradition gelegentlich der Fall sei, könnten Strategien der Aneignung von eigentlich als entfremdet verstandener Arbeit, wie beispielsweise in der industriellen Produktion, gelingen und ArbeiterInnen erfüllte Zeit ermöglichen. Entscheidend sei die Überbrückung der Lücke zwischen vorgegebener Tätigkeit und den Unwägbarkeiten, die etwa im Kontakt mit KundInnen oder MitarbeiterInnen Abwechslung, Austausch und Sinnstiftung erlauben. In diesem Sinne schloss Jaeggi an Gedanken zum Thema Rhythmus und Ritual an, versteht sie doch die Wiederholung des Vorgegebenen nicht zwangsläufig als Teil entfremdeter Arbeit. Im Gegenteil, im 21. Jahrhundert sei es vielmehr das individualisierte Selbstunternehmertum moderner Prägung, das die Gefahr für zu viel Identifikation und Hingabe in sich berge. Jaeggi plädierte vor diesen Überlegungen auch in der anschließenden Diskussion für die Definition von Arbeit als „soziale Praxis in Kooperationsverhältnissen“, die, soll sie gelingen, Anteilnahme an gesellschaftlichen Vorgängen ermöglicht.7

Gadi Algazi, Historiker an der Universität Tel Aviv, fokussierte in seinem Vortrag eine bestimmte Art von Arbeit, deren äußere Form sie scheinbar schon von anderen unterscheidet:die intellektuelle Arbeit des oder der Gelehrten. Die zu Beginn des Vortrags eingespielte „Einstellung zur Arbeit“ – „Philosoph, Łódź“ von Aleksandra Hirszfeld8 – zeigt den in Stille sitzenden eponymen Protagonisten 1:31 Minuten lang bei der Lektüre, bis sein Handy klingelt. Die eigentliche Arbeit, folgerte Algazi, sei unsichtbar, es gäbe keine Möglichkeit zu erfahren, ob der oder die Gelehrte verstehe, denke, neue Gedanken produziere oder nur faulenze. Seit Hieronymus im Gehäus sei dies die kanonisierte Darstellung eigentlich unsichtbarer Tätigkeit: allein, versunken, autonom. Demgegenüber stehe die tatsächliche, kooperative und auch – institutionell, finanziell, persönlich – abhängige Praxis wissenschaftlicher Arbeit, die durch die tradierte äußere Form außerdem andere, abweichende Formen der Wissensproduktion unsichtbar mache.9

In der Diskussion mit Volker Pantenburg (Bauhaus-Universität Weimar) und Panel-Leiter Rembert Hüser wurden dann die von Hüser angesprochenen „Momente der Fremd- und Selbstzuschreibung, die konstitutiv für Arbeitspraktiken sind“, wieder aufgegriffen. Hingabe und Berufung, zeigten die Vorträge von Jaeggi und Algazi, sind problematische, in Teilen aus verschiedenen Perspektiven ideologisch motivierte Zuschreibungen, mit denen Wertungen von Tätigkeit und Person eng verknüpft sind.

Inwertsetzung

Im letzten Panel des theoretisch orientierten zweiten Tages, das den Titel „Inwertsetzung“ trug, führte Roy Grundmann (Filmtheoretiker an der Universität Boston) in die Präsentationen und Diskussion ein. Schon hier wurde die Ausgangserwartung des Panels als einer Reflexion zwischen gesellschaftstheoretisch-soziologischer und kunsttheoretisch-filmischer Perspektive formuliert.

Das Panel begann mit einem Vortrag von Dirk Baecker, Soziologe aus Friedrichshafen (jetzt Witten/Herdecke). Baecker brachte, da von ihm soziologisch-systemtheoretische Analysen erwartet worden waren, drei Texte mit, deren Thesen er vorstellte. The Confidence-man, von Herman Melville (bzw. On Cooling the Mark out von Ervin Goffman, der sich auf Melville bezieht), Marx‘ Politische Ökonomie und Luhmanns Gesellschaftstheorie. In diesen drei Quellen sah Baecker einen möglichen soziologischen Zugriff auf Arbeit und Arbeitsverhältnisse, aber auch auf die komplexen Zusammenhänge wirtschaftlicher Inwertsetzung begründet, der sich mit modernen und neueren Entwicklungen der Weltwirtschaft beschäftigen könnte und die heterarchischen Perspektiven einer funktional differenzierten Gesellschaft zu beobachten in der Lage sei. Dabei wies Baecker vor allem auch darauf hin, dass Inwertsetzung – und generell die Erzeugung von Wert und Werten – kein allein wirtschaftliches Phänomen sei. SoziologInnen sehen hier vielmehr das Zusammenspiel einzelner Logiken autonomer Funktionssysteme in ihren je einzigartigen Inwertsetzungen, die das Bild gesellschaftlicher und kultureller Inwertsetzung bestimmen.

Isabell Lorey (Politikwissenschaft, Philosophie, Afrikanische Ethnologie und Kulturanthropologie am European Institute for Progressive Cultural Policies, Berlin) behandelte in ihrem Vortrag die „zentrale Frage, wie die subjektive Involvierung, die in ihrer Spezifizität gewusst werden muss, dazu genutzt werden kann, den Zugang zu Produkten zu sozialisieren, zu kommunalisieren, wie also die Produktion des Kognitiven das gemeinsame mit sich bringen kann“. Sie sprach von einem Kognitiv-Werden des Kapitalismus, von der Besonderheit des Wissens, das sich gegen konventionelle Inwertsetzung der Wirtschaft sperrt, nicht zählbar, nicht verkäuflich, usw. ist. Unter diesen veränderten Bedingungen eines neuen Kapitalismus bräuchte es schon aus analytischen Gründen weitere Differenzierungen, um die Verflechtungen von allen – von ReinigungsarbeiterInnen und Sicherheitskräften, von Social Media-NutzerInnen und WissensarbeiterInnen, oder von ArbeiterInnen in der informellen Ökonomie –, um nicht vorschnell mit einseitigen Verallgemeinerungen oder starren Dichotomien die Beschreibung der Zusammenhänge zu verfehlen. Auch aus politischen Gründen gilt es heute überhaupt erst herauszufinden, „wie das Gemeinsame nicht nur als inwertsetzende Kooperation fungiert, sondern als Gemeinsamwerden zu verstehen ist, das gegen seine Inwertsetzung gewendet werden kann.“

Gertrud Koch, Filmwissenschaftlerin aus Berlin, diskutierte anschließend das Verhältnis der Einstellung zur Arbeit als einer Einstellung zur Arbeit anderer sowie einer Einstellung zur eigenen Arbeit mit der Kamera. Dieses Verhältnis drückt sich so auch im Wortspiel des Projekttitels aus. Anhand der fünf, diesem Panel vorangestellten und zu seinem Zweck ausgewählten Filme, sezierte Koch die Beispiele als Ausdruck dieses komplexen Wechselspiels von Kamera und Arbeit. Die Filme zeigen: Die Arbeit blickt zurück. Der beobachtende Zugriff entdeckt im Beobachteten sich selbst und wird so zurückgeworfen auf die Frage nach Legitimität, Grund und Zweck. „Was willst du? “

Reflexion

Ohne hier auf alle Beiträge zur Konferenz eingehen zu können, sollen abschließend noch einige allgemeine Beobachtungen zum Ausdruck gebracht werden. Das Projekt Eine Einstellung zur Arbeit von Antje Ehmann und Harun Farocki ist in verschiedener Hinsicht ein bemerkenswert; bemerkenswert einerseits in seiner Intensität der vorgestellten Beobachtungen, andererseits in seinem hochaktuellen Gegenstand: der in nicht zu integrierende Splitter und Facetten, in Zerrbilder und Ausschnitte zersprengten Arbeitswelt. Eine zerstückelte Realität, die so befremdlich komplexe, fast magisch unverständliche, scheinbar choreografierte Minutenbilder hervorbringt und in ihnen gefangen werden kann, – sie schreit geradezu nach einem theoretisierenden Zugriff, der das unüberschaubare Archiv der Arbeit der Gesellschaft – hier in Form eines sehr konkreten Archivs von vielen kurzen Filmen – sortiert und ihm einen Sinn abringt, in einen Sinnhorizont stellt oder zu neuen Bildern zusammenfügt. Für die Konferenz wurden für diese Aufgabe die Aufteilung in zwei Vortragsformate gewählt: Am ersten Tag waren unter dem Titel „Mit Farocki denken“ Vorträge von KünstlerInnen, FilmemacherInnen und KritikerInnen collagiert, die mit Harun Farocki gearbeitet hatten. Der zweite Tag dagegen war unter mehreren thematischen Blöcken der eher theoretischen Reflexion von Film- und Kunstwissenschaft, Philosophie, Soziologie und interdisziplinären Zugriffen gewidmet.

Diese Aufteilung hätte durchaus gewinnbringend sein können, allerdings hätte dies einer wechselseitigen Bezugnahme bedurft. Die Problematik der Unterscheidung sowie die Nichtselbstverständlichkeit der einzelnen Zugriffe in einem Meer an Stimmen, die sich im Rahmen der Konferenz zum Projekt und zur weiteren Arbeit Harun Farockis äußerten, ging oft gänzlich sang- und klanglos unter. Gerade dieses Thema, die moderne Arbeitswelt, muss jedoch vor einem ästhetisierenden und in der Auflösung der Beobachtung sich auflösenden Zugriff immer wieder durch Interventionen bewahrt werden, will das Projekt nicht auf den letzten Metern scheitern. Um dies klarzustellen: Die Gefahr des gänzlichen Scheiterns scheint eher gering; das Archiv in seiner Gänze online zu stellen und für alle verfügbar zu halten, jeden Film ohne große Einführung oder Erklärung und in seiner ganzen Unverständlichkeit zu Stimme und Anschauung zu bringen, ist sicher der großartigste Nachlass, den Farocki zusammen mit Ehmann mit diesem Projekt geschaffen hat. Die Konferenz hat zum Gelingen des Ganzen jedoch wohl nur einen sehr bescheidenen Beitrag geleistet.10

„Mit Farocki denken“, dahinter verbargen sich am ersten Tag eher persönliche Erinnerungen an „Harun“. Vielleicht legte es die Konzeption der Veranstaltung bereits nahe, vielleicht war es die Entscheidung der einzelnen Vortragenden, aber sie konnten oft nicht den Eindruck verhindern, dass Farocki nur Mittel zum Zweck war – Licht, in dessen strahlendem Schein man sich selbst zur Geltung bringen konnte. Auch wenn man nach dem viel zu frühen Tod Farockis diese Vorträge sehr gut nachvollziehen kann, die Intentionen vielleicht die besten und ehrlichsten gewesen sein mögen, kann man sich doch fragen, was dies für das Ansinnen der Konferenz und ihr Gelingen geleistet hat.

Zumindest der zweite Tag hätte dies über die theoretischen Zugriffe ausgleichen oder zumindest stimmig ergänzen können. Nahezu unbehandelt blieben jedoch die Problematik der Aufteilung selbst, sowie die hier wie sonst selten offen zu Tage tretende offene Frage nach dem Verhältnis und den Möglichkeiten des Zusammenspiels von Kunst und Wissenschaft für die Deutung und Sinngebung der Welt und der hochgradig zersplitterten Welt der Arbeit im Besonderen. Nur wenige (und aus diesem Grunde oben ausgewählt vorgestellte) Vorträge haben sich dieser Aufgabe gestellt und Deutungs- und Theorieangebote zu liefern versucht. Andere Beiträge blieben dagegen den individuellen Forschungsinteressen der Vortragenden verhaftet und verfehlten fast gänzlich die Großartigkeit und Unerschöpflichkeit des Archivs von Eine Einstellung zur Arbeit. So blieben die theoretischen und praktischen Zugriffe auf Farockis Schaffen und die Arbeit an Einer Einstellung zur Arbeit, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, eher Bruchstellen und weiter verschärfte Probleme. Es bleibt der Trost des Archivs selbst, das offen für alle BeobachterInnen einen großartigen Anfang für weitere, neue und andere Reflexionen der Arbeit der Gesellschaft ermöglicht.

Headerfoto: „Concrete“, Still aus dem Film von Cristián Silva-Avária 2012.

Empfohlene Zitierweise:

Martin Büdel, Pia Masurczak, Moritz Klenk: Eine Einstellung zur Arbeit. Filmprojekt, Ausstellung und Konferenz im Haus der Kulturen der Welt, Berlin,
In: Muße. Ein Magazin, 1. Jhg. 2015, Heft 2, S. 27-31.
DOI: 10.6904/musse-magazin/2.2015.27
URL: http://mussemagazin.de/?p=1057
Datum des Zugriffs: 21.07.2018

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