Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Leitartikel

Not getting up: Laziness and Resistance

(Dr. Rachel Warriner, Courtauld Institute of Art, London)

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There is a story my partner tells about his late father’s attempts to grow his hair long as part of his sartorial experiments of the 1970s. Returning from South Africa, and in his late teens, he had allowed his short trim to grow just below his ears; from the story I’ve heard it was barely long enough to count as bohemian but enough to incite his mother’s deep disgust and outrage. Not getting up: Laziness and Resistance

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Wissenschaftlicher Beitrag

„kein Bruder des Sports und kein Bruder der Arbeit“: Das Catchen der 1950er-Jahre im Kontext von Jugendschutzdebatten

Tilman Kasten

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Aus der pädagogischen Provinz auf die Catcher-Matte

Im kleinen Städtchen Freudenthal ist die Welt noch in Ordnung. Studienrat Dr. Seidel ‑ verkörpert von Heinz Rühmann ‑ hat die jugendlichen Gymnasiasten fest im Griff; und noch mehr: er lehrt sie, sich einzuordnen und auf diese Weise zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden. So bringt er etwa die auf dem Pausenhof herumtobenden Schüler dazu, zu einer (aus dem Off erklingenden) Volksliedmelodie im Kreis um ihn herumzumarschieren. „kein Bruder des Sports und kein Bruder der Arbeit“: Das Catchen der 1950er-Jahre im Kontext von Jugendschutzdebatten

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Interview

Gender und die Kunst der Muße

Doris Ingrisch im Gespräch mit Marion Mangelsdorf

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Marion Mangelsdorf:

Muße, – zuallererst ruft das Wort Assoziationen in mir wach, die männlich geprägt und mit Privilegen verbunden sind, die nicht jedermensch Sache sind. Mir kommen Abbildungen in den Sinn, auf denen ich ein Genius inmitten seiner Studierstube vor Bücherbergen sitzen sehe, lesend, schreibend und sinnierend. Oder ich sehe Gelehrte durch ehrwürdige Hallen wandeln. – Welche Assoziationen kreisen in Deinem Kopf, wenn Du das Wort ,Muße‘ hörst? Gender und die Kunst der Muße

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

Love and Leisure: At Discomfort with Modernity in the films of Satyajit Ray

Farha Noor

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Picture a setting, lavishly furnished with colonial settees, sofas and chest of drawers. Picture the large drawing room, adorned with oriental wallpaper, framed female portraits from Europe, elaborate lamps and chandeliers. Picture a decked up Bengali woman in a saree, designer blouse, hair accessories and heavy jewellery, loitering around this drawing room – this most odd, most sophisticated, unnatural image, poetically synthesised is representative of one of the most researched, written and debated subjects of South Asian Studies today – the relationship of native women to their colonial context – the position of a figure in contestation with a hybrid space that is at the same time deemed as the other, and the aspired, as distant and yet desirable. Love and Leisure: At Discomfort with Modernity in the films of Satyajit Ray

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

„In achtzig Tagen aus dem Bett“ – Stefanie Sargnagels Buch „Fitness“

Inga Wilke

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Eine Rezension über eines von Stefanie Sargnagels Büchern muss zwangsläufig fragen: Wer ist eigentlich diese Person, die sich da selbst so unverblümt und direkt, manche sagen „schön“, „größenwahnsinnig“ und „überheblich“, als faule, ständig rauchende und trinkende Frau präsentiert, die im Wiener Gemeindebau wohnt und sich neben dem Dauerkunststudium mit einem Job im Callcenter über Wasser hält? „In achtzig Tagen aus dem Bett“ – Stefanie Sargnagels Buch „Fitness“

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Rezension

Zeit für Stille (In Pursuit of Silence, Patrick Chen, 2016)

Sibylle Roth

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“Zeit für Stille”, im Original „In Pursuit of Silence“, ist ein Film über das schönste und wichtigste Geräusch, das wir zu hören in der Lage sind – die Stille. Zwei Jahre lang arbeitete Patrick Chen an seinem Dokumentarfilm, der 2015 in die internationalen und 2017 in die deutschen Kinos kam. Das Ergebnis sind 81 Minuten voller beeindruckender und wunderschöner Szenen aus Belgien, China, Deutschland, England, Japan, Taiwan und den USA, die uns einen Einblick geben, welche Auswirkungen Geräusche und ihr Gegenteil (so die Aussage des Films), also Stille, auf uns haben und welche Möglichkeiten es geben könnte, Momente der Stille im Alltag zu integrieren. Zeit für Stille (In Pursuit of Silence, Patrick Chen, 2016)

Posted in: Ausgabe 1 / 2019
Mußeorte

Café und Schloss Cobenzl Wien. Luftschlösser bauen mit Blick über die Stadt

Magdalena Augustin

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Die dabei zur Verfügung stehende Fläche bietet ausgiebig Raum für die Entstehung von Ideen und auch deren Umsetzung. Genau deshalb ist auch der Name der gemeinschaftlich organisierten Nutzung so passend: Projekt Luftschloss Wien. Der großzügige Garten und die vielen Terrassen, das historisierende Hauptgebäude, der gemütliche Café-Pavillon und schließlich die unzähligen Lager- und Arbeitsräumlichkeiten laden dazu ein, sich kreativ zu betätigen oder abzuschalten, fernab der Hektik des Stadtzentrums. Café und Schloss Cobenzl Wien. Luftschlösser bauen mit Blick über die Stadt